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Das Modellprojekt INA ist abgeschlossen. Auf der Grundlage der Projektergebnisse werden derzeit Vorbereitungen für den weiteren Ausbau des Übergangsmanagements für Strafgefangene  und Haftentlassene in Nordrhein-Westfalen getroffen. Nach Abschluss der Vorbereitungen wird diese Webseite aktualisiert. Sollten Sie vorab Fragen zur weiteren Entwicklung haben, wenden Sie sich bitte an: poststelle@krimd.nrw.de

 

 

F�rderer

Integrationsplanung * Netzwerkbildung * Arbeitsmarktintegration

Ein erweitertes Übergangsmanagement für (ehemalige) Strafgefangene in Nordrhein-Westfalen

INA ist ein Modellprojekt zur Entwicklung und Erprobung eines erweiterten Übergangsmanagements, das dazu beitragen soll, die beruflichen Reintegrationschancen von (ehemaligen) Strafgefangenen zu erhöhen und dadurch ihre Rückfallrisiken zu mindern. Das Projektkürzel INA steht für drei zentrale Praxisziele:

  1. Entwicklung einer Integrationsplanung für Gefangene, die die Vollzugsplanung um eine über den Entlassungszeitpunkt hinausweisende Wiedereingliederungsplanung erweitert.

  2. Bildung (über-)regionaler Netzwerke, die eine nahtlose Verknüpfung vollzugsinterner Behandlungs- und vollzugsexterner Wiedereingliederungsmaßnahmen ermöglichen.

  3. Umsetzung einer Nachsorgesteuerung, die die Arbeitsmarktintegration von Haftentlassenen durch ergänzende Vermittlungs- und Stabilisierungsleistungen fördert.

Konzeptionell werden diese Ziele im Sinne einer Fallsteuerung aus einer Hand umgesetzt, die verbindliche Standards des Case Management übernimmt. Die praktische Umsetzung erfolgt durch entsprechend geschulte Fachkräfte. Diese Übergangsmanagerinnen und Übergangsmanager beginnen ihre Arbeit bereits im Strafvollzug, idealerweise schon bei der Vollzugsplanerstellung. Sie begleiten die weitere Behandlung der Gefangenen, bewerten deren Erfolg und planen ggf. erforderliche Nachsorgeleistungen. Eine Vermittlung anschlussfähiger Folgemaßnahmen findet ebenso wie die Vermittlung der Gefangenen in Arbeit oder Ausbildung bereits in der Entlassungsvorbereitung statt. In einer maximal sechsmonatigen Nachsorgeperiode gilt es dann, die Arbeitsmarktintegration der Haftentlassenen zu stabilisieren.

Für die Erreichung dieser Praxisziele ist eine intensive Zusammenarbeit zwischen Justiz- und Arbeitsmarktakteuren maßgeblich. Dem trägt das Modellprojekt durch drei weitere, gewissermaßen übergeordnete Reformziele Rechnung.

  1. Implementation des modernen Handlungskonzepts "Case-Management" in das traditionelle Leistungsspektrum der sozialen Arbeit im Strafvollzug.

  2. Neuformulierung überprüfbarer Leistungsstandards zur Entlassungsvorbereitung und Schaffung übertragbarer Strukturen für die Kooperation mit Arbeitsmarktakteuren.

  3. Analyse struktureller Kooperationshürden und Entwicklung von Vorschlägen zur Verbesserung relevanter Rechtsgrundlagen, namentlich im Bereich der Sozialgesetzbücher.

Das Modellprojekt INA wird vom 1. Juli 2009 bis zum 30. September 2011 mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds durchgeführt.

Weiterführende Informationen zum Konzept und zur Trägerschaft des Modellprojektes finden Sie hier:

INA-Konzept - INA-Flyer